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Die Brunnen von Po und Dora

Von Marina Paglieri

Die Geschichte

Die Brunnen von Po und Dora entstanden mit der „Platz der Brunnen” genannten heutigen Piazza CLN, für die sie eine Art metaphysischen theatralischen Bühnenhintergrund darstellen. Ihre Erschaffung, ein Werk des Turiner Bildhauers Umberto Baglioni, ist eng mit den Ereignissen verbunden, die in den 1930er Jahren den Umbau des zweiten Abschnitts der Via Roma betroffen haben.
Auf die Einweihung des ersten Straßenabschnitts zwischen der Piazza Castello und der Piazza San Carlo im Jahr 1933, der im Stil des 18. Jahrhunderts renoviert worden war, ließ die Gemeinde die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs zur Fortsetzung der Arbeiten von der Piazza San Carlo bis zur Piazza Carlo Felice folgen.
In Ermangelung eines Gewinners wurde die Leitung dem akademischen Architekten Italiens, Marcello Piacentini, anvertraut.
Die Leitlinien sind die einer modernen und klassizistischen Auslegung, die sich mit der Anforderung, die beiden Kirchen, San Carlo und Santa Cristina, zu erhalten, die zur Piazza San Carlo liegen, und mit dem Wunsch der Sparkasse Turins, einen kleinen Platz vor ihrem Sitz in der Via XX Settembre einzurichten, überschneidet.

1935 wird mit dem Projekt begonnen, das Änderungen der die Kirchen umfassenden Häuserblöcke vorsieht, die durch den Bau von seitlichen Bogengängen umgesetzt werden, während auf einer Achse mit der Via Roma die heutige Piazza CLN gebildet wird, die auf drei Seiten von neuen Gebäuden umgeben ist.
Im Januar 1936 fällt die Entscheidung, auf der Rückseite der Kirchen - also auf der vierten Seite des Platzes - “zwei Denkmalfassaden aus Werkstein, die sich in das architektonische Gesamtbild einfügen und zwei Brunnen mit allegorischen Skulpturen umfassen”, zu errichten, die sich an Po und Dora inspirieren.
Zu diesem Zweck schreibt die Gemeinde einen Wettbewerb aus, an dem die bei der Provinzen übergreifenden Faschistischen Gewerkschaft der Schönen Künste Turins eingetragenen Künstler teilnehmen können: nach der Prüfung von 56 Entwürfen vergibt die Kommission den Auftrag an Umberto Baglioni.
Im Sommer 1937 beginnen die Arbeiten zum Bau der Brunnen und gegen Ende des Jahres ist alles bereit, um die beiden Statuen aus Marmor aus Serravezza aufzunehmen.

Die Restaurierungsarbeiten

Unglücklicherweise führt wenige Monate nach der Einweihung das Austreten großer Wassermengen in den Untergrund zur Unterbrechung der Wasserzufuhr, die danach nur noch bei seltenen Gelegenheiten aktiviert wird.
Um dem Problem abzuhelfen und da die beiden Denkmäler allmählich zu verfallen drohen, finanziert die Versammlung für die Aufwertung von Kunst- und Kulturgütern Turins 2005 das Projekt zur Restaurierung der Brunnen, während der Wasserkonzern SMAT, Società Metropolitana Acque Torinesi, für die Wiederherstellung des Wasserversorgungssystems sorgt.
Ein weiterer Eingriff auf dem Brunnen des Po von Seiten der SMAT wurde Ende 2014 notwendig, um Leckagen aus dem Becken zu beheben.

Der Künstler

“Es handelt sich um entspannte, heitere, statische und nüchterne Skulpturen guter, wenn auch wenig akademischer Ausführung, zwei Skulpturen, die im Einklang mit unserer Renaissance-Tradition stehen und insbesondere der des 16. Jahrhunderts.
Der Verdienst Baglionis lag vor allem darin, die architektonische Funktion verstanden zu haben, die die beiden Statuen in dem baulichen Gesamtgefüge erfüllen sollten”: so ist es in der Begründung der Kommission zu lesen, die sich für die Arbeit von Umberto Baglioni entscheidet.

Einst Schüler von Edoardo Rubino an der Akademie der Schönen Künste von Turin, wird Baglioni (1893-1965) 1936 der Lehrstuhl für Bildhauerei in demselben Institut übertragen. Im Jahr davor hat er an der Turiner Ausschreibung für das Denkmal an den Herzog von Aosta teilgenommen: sein zusammen mit Ettore Sottsass eingereichter Vorschlag befindet sich unter den fünf für die vorletzte Prüfung ausgewählten (ins “Finale” kommen Eugenio Baroni und Arturo Martini, von denen der erste als Gewinner hervorgeht) und ist der, der bei der Kritik am meisten Zuspruch findet. Er stellt in Turin 1920 bei der Promotrice delle Belle Arti (Förderin der Schönen Künste) und 1922 beim Circolo degli artisti (Kreis der Künstler) aus und 1930 in Rom bei der Ausstellung Sakraler Kunst. Eines seiner Denkmäler zum Gedenken der Gefallen des ersten Weltkriegs für die Piazza von Settimo Torinese wurde 1942 eingeschmolzen und ersetzt.

Das Wirken von Baglioni in Turin folgt ganz dem Trend des faschistischen Italiens der 30er Jahre, auf der einen Seite die monumentale Bildhauerdekoration der Arbeit der Architekten zur Seite zu stellen und diese auf der anderen den Rahmen der Feierlichkeiten für die Gefallenen und den Sieg durchbrechen zu lassen, um andere Bereiche zu erobern, die mit dem sozialen Leben verbunden sind: zu den Beispielen gehören die “Minerva” von Arturo Martini an der Universität Rom und die Skulpturengruppe “L’Arno e la sua Valle” (Der Arno und sein Tal, ein weiteres Flussmotiv) von Italo Griselli am Bahnhof von Florenz.

Kulturelles

Die Piazza CLN ist die wichtigste Location im Freien des Films Rosso - Farbe des Todes, dem berühmten Thriller von Dario Argento, der 1974 in Turin gedreht wurde und im Jahr darauf anlief. In dem Gebäude mit Blick auf die Piazza wohnen sowohl die Hauptfigur Marc (David Hemmings) als auch das Medium, Helga Hullman (Macha Meril): genau vor dem Brunnen des Po beobachtet dieser die Szene, die mit der Ermordung der Frau endet. Die Piazza ist auch der Schauplatz der nächtlichen Zusammentreffen von Marc und Carlo (Gabriele Lavia), dem Sohn der Frau, die sich später als Mörderin herausstellen wird (Marta, gespielt von Clara Calamai). Auf der Piazza befindet sich die “Blue Bar”, ein Lokal, das es in Wirklichkeit nie gegeben hat: in einem in der amerikanischen DVD des Films enthaltenen Interview hat Argento preisgegeben, dass die Form der Bar dem berühmten Bild von Edward Hopper, “Nighthawks”, entlehnt ist.



Am 8. Juli 2009 wurde in der Piazza CLN eine öffentliche Ausstrahlung des Films im Beisein des Regisseurs organisiert, während der Musiker Claudio Simonetti sich um die Live- Beschallung kümmerte.

 

 

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